Kirche St. Martin

Die erste Erwähnung einer Kirche in Steinweiler stammt aus einer Urkunde des Kaisers Otto II. von 982. Somit ist sie eine der ältesten Kirchen der Südpfalz. Im 15. Jahrhundert wurde sie umgebaut. Davon zeugen die ersten beiden Geschosse des Kirchturms.
Nachdem Steinweiler im Dreißigjährigen Krieg 1622 gebrannt hatte, wurde die Kirche ein Jahr später wieder aufgebaut. Im Jahr 1765/66 wurde das Langhaus neu errichtet.

Am 3. Oktober 1895 brannte die Kirche erneut aus, als sie durch eine nahestehende Scheune Feuer gefangen hatte. Danach wurde sie 1896 bis 1897 wieder aufgebaut. Architekt war Kirchenbaumeister Wilhelm Schulte.

Das Innere ist ausgestattet mit Schablonenmalerei des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Kirchenfenster zieren jeweils eine/n heilige/r der Vierzehn Nothelfer. Ebenso ist an der Südseite ein barockes Nothelferbild angebracht, das man aus der brennenden Kirche im Dreißigjährigen Krieg retten konnte. Fenster und Votivbild erinnern daran, dass fränkische Neusiedler nach 1648 die Verehrung der Vierzehn Nothelfer hierhergebracht haben und seither die Steinweilerer Kirche ein Wallfahrtsort ist.

Weitere Zierden sind verschiedene Heiligenfiguren an den Wänden, zwei Seitenaltäre (Maria und Josef gewidmet) sowie die hölzerne Kanzel, der Hochaltar und der Taufstein. Die Orgel stammt aus dem Jahr 1898.

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